Gedenken an meine schwarze Perle Zeus
der Namensgeber von schwarze Perle




Er kam sah und war etwas besonderen, dieser Hengst war mein erstes Pferd. Immer habe ich mich gekümmert, doch leider musste ich dich auf Grund von Zeitmangel abgeben. Meine Schule stand im Vordergrund, du warst immer meine schwarze Perle. Mein Augenstern. Nie will ich dich vergessen, immer sollst du in meinem Gedächtnis bleiben. Kein Pferd konnte und kann dir das Wasser reichen. Mit jedem Jahr das vergeht wird es schlimmer uns ich sehne dich zu mir zurück, sehne mich danach dein Wiehern und dein Schnauben noch einmal zu hören.
Winter 2005 ich komme um dich zu besuchen, es ist kurz vor Weihnachten mit meiner besten Freundin war ich unterwegs und dachte mir, schau mal rein. Ich streichelte dich, du schienst so anders, dennoch streichelte ich dein weiches schwarzes Fell. In dem Moment als ich deinen Hals entlang strich begannst du zu beißen, was war los? Das kannte ich nicht von dir. Tränen stiegen in meinen Augen hoch, ich schluckte und sah dich noch einmal an. Wollte etwas sagen mit dir schimpfen, doch die Stimme versagte. Auf dem Absatz drehte ich mich um und rannte aus dem Stall, in mein Auto. Tränen liefen meine Wangen hinab, sie konnte ich nicht stoppen und kam verheult zu hause an, meine Mutter fragte was los sei, aber ich konnte nicht sprechen, ich wollte nicht. Später habe ich erfahren, dass man bei dir an der Box vorbei in dauernder Gefahr schwebt, da es wie russisches Roulette ist ob man gebissen wird oder nicht. Was ist aus dir geworden? Hengst, ja aber nie böse gegen Menschen, so lange ich dich hatte. Und nun das, ich brach das Gespräch ab, konnte und wollte das nicht mehr hören, nicht länger ertragen. In meinen Gedanken machst du noch oft deine Kunststücke und verzauberst mich nach wie vor. Was hat man mit dir gemacht, mein Augenstern?
Zeus, der Friese mit den treuen braunen Augen die mich bis in deine Seele schauen ließen. Bösartig? Nein, manchmal stur wie ein Esel. Ich werde dich nie vergessen, in den Stall kann ich nicht mehr, ich bin nicht in der Lage das zu ertragen. Kann es nicht ansehen. Mein Leben ist nicht mehr das Gleiche und es wird nie mehr wie früher sein.
Zeus, meine schwarze Perle. Winter 2006 noch immer schmerzt es mich so sehr, manchmal sehe ich Bilder von dir wie du dich bewegst oder deine Kunsstücke machst, wir du mit mir aufgetreten bist, oft denke ich an die Freiheitsdressur im Reitverein, wir beiden zusammen, ein unschlagbares Team, das ich zerrissen habe. Ich habe mein Verprechen gebrochen, es tut so weh, ich war dumm, so unendlich dumm, das weiß ich jetzt, wo es zu spät ist und ich weiß du kommst nie wieder. Ich werde dich nie wieder reiten und mit dir zusammen Spaß haben. Bilder die es von dir gibt sind viel zu wenig. Ich würde alles geben wenn ich dich wieder haben könnte, wenn ich die Zeit zurück drehen könnte. Doch ich kann es nicht. Vergib mir, mein Stern. Er ist der Namensgeber für den Hof und er soll ihm gewidmet sein, das Beste was mir je passiert ist. Man weiß immer erst was man hatte, wenn es unerreichbar für einen geworden ist. So musste auch ich damit zurecht kommen und es ist so verdammt schwer, so schwer ohne dich zu sein. Bitte vergib mir meine Schuld und meine Torheit, bitte vergib mir, dass ich so dumm war.
Nun habe ich es erfahren, ich weiß es seit dem Tag der Equitana 2007 dem 10.03.2007. Seit wann du nicht mehr lebst, weiß ich nicht. Neimand hat mir was genaues gesagt. Niemand hat mich informiert, meine Mutter wusste es seit geraumer Zeit, hat mir aber nichte gesagt.
Wieso?
Wieso nicht?
Ich verstehe es nicht, wieso hat mir niemand was gesagt? Wieso hat sich niemand um dich und deine Krankheit gekümmert? Es hat mich getroffen wie ein Blitz, noch immer registriere ich es gar nicht richtig, bist du wirklich nicht mehr? Wie kannst du tot sein, wenn du in meinem Herzen bist? Hier und jetzt? Zu jeder Stunde und Minute in der ich atme? Du bist da wo du hin gehörst, immer hingehört hast. In meinem Herzen. Es gibt nur einen, das bist du, wie du mich begeistern konntest, mit deinen Kunsstücken. Jetzt da ich es weiß, machst du sie immer noch, immer noch in meinem Herzen. Läufst über die Weide, kommst zu mir, wenn ich dich rufe. Deine Ohren strecken sich zu mir, reagieren auf mich. Du kommst zu mir, ich streichle dich. Nur noch in meiner Erinnerung, denn jetzt ist mir klar, ich kann dich noch nicht mal mehr besuchen, kann nie mehr wieder deine Wiehern, nie wieder wird jemand deine Kunststücke sehen, nie wieder. Dennoch bleibst du unvergessen in meinem Herzen. Hier, tief in mir drinnen, ich werde dich nicht vergessen, schrecklich sind die Gedanken, was gewesen wäre, wenn ich dich behalten hätte. Wenn ich mich weiter um dich gekümmert hätte. Dieses Jahr wärst du 20 geworden und was ist nun? Nichts mehr ist.
Vor dem 21 Lebensjahr haben sie dich eingeschläfert, mein Engel. Mein Augenstern, immer nur du, du und deine Artgenossen. Du hast mich immer verzaubern können, wenn ich Kummer hatte, bin ich zu dir gekommen, immer wenn ich heute traurig bin, erinnere ich mich, wie du durch meine Haare geschnobbert hast. Nur um mich aufzuheitern, die Gedanken an dich sind näher denn je, näher als sie jemals waren. Viele Erinnerungen kommen wieder in mir hoch, ich erinnere mich wieder an Dinge mit dir, die ich schon vergessen geglaubt hatte. Es ist alles wieder da, der erste Ritt, das erste Treffen, wie du mir gleich die Hand gelekt hast, du kanntest mich nicht. Andere sind mit dir nicht zu Recht gekommen auch wir hatten es schwer. Aber wir haben uns zusammen genommen. Immer wieder habe ich es mit viel Liebe versucht und dann kam der Bruch. Es tut mir leid, mein Engel in schwarz. Es tut mir leid, so unendlich leid. Kein Pferd wird dich je ersetzten können. Auch wenn du nicht mehr auf dieser Erde weilst, so wirst du auf ewig in meinem Herzen sein, niemand kann dich dort herauslöschen. Ich liebe dich wie keinen zweiten, meine schwarze Perle.
Nun ist es fast vier Wochen her, seit ich es weiß, aber ich werde damit nicht fertig, du fehlst mir, fehlst mir mehr denn je. Mit jedem Tag der vergeht, vermisse ich dich mehr und mehr und ich kann dich nicht mehr besuchen, dich nie wieder streicheln, mir nie wieder die Hand lecken lassen von dir. Immer wieder denke ich an dich, sehe deine Sachen an der Wand. Mein Herz wird schwer und ich denke an dich, die wehende Mähne im Wind. Der lange schwarze Schweif, das glatte schwarze Fell glänzt in der Sonne. Jetzt rennst du wieder über die Weiden, die grünen Weiden im Himmel und freust dich deines zweiten Lebens. Hoffentlich denkst du zwischendurch auch mal an mich. Auch wenn ich dich im Stich gelassen habe. Man weiß eben immer erst, was man gehabt hat, wenn es unereichbar weit weg ist, genau wie du jetzt. Denn ich weiß, mir ist bewusst, dass ich dich nie wieder sehen werde. Nur meine Erinnerung, in der lebst du weiter. Für immer und ewig Mein. Mein treuer Freund. Ich wünschte ich würde morgen aufwachen und ich wäre wieder 18 und du, du ständest in deiner Box und wartetest auf mich. Wiehertest mir entgegen, doch dem ist nicht so. Ich konnte dir noch mal lebe wohl sagen. Es tut mir so unendlich leid. Es ist meine Schuld, mit der ich leben muss, ich hoffe du kannst mir vergeben und wir werden uns irgenwann wiedersehen.
01.01.2008 Es ist immernoch nicht vorbei und wieder ist ein Jahr ins Land gezogen, ich kann dich nicht vergessen, immer wieder kommen Gedanken an dich in mir hoch. Weihnachten, die Tränen standen in meinen Augen, ich habe mich wieder nach dir gesehnt. Doch wieder wurde mir mehr bewusst, ich werde dich nie wiedersehen. Das einzige was bleibt sind Erinnerungen an dich. Immer noch bitte ich darum, dass du mir eines Tages vergeben und ich dich wiedersehen werde. Irgendwann... Da bin ich mir sicher... Mein Herz, meine Perle. Verzeih mir. Vielleicht könntest du heute noch leben, wenn ich nicht so dumm gewesen wäre und mein Versprechen gehalten hätte. Ich kann nicht abschließen, kann dir nicht für immer auf Wiedersehen sagen. Kann mich nicht losreißen, will es nicht. Keiner kann dich ersetzen, keiner. Ich liebe dich!
28.01.2011 Es ist mal wieder soweit, ich habe eben wieder über dich nachgedacht, wie schön du warst und wie du es immer noch in meinem Herzen bist. Nach wie vor bist du da. Ich vermisse dich mehr denn je. Ich hatte mir einen Friesenhengst angesehen wegen einer potentiellen Reitbeteiligung. Dabei ist alles wieder hochgekommen.
Irgendwie fehlst du mir mehr denn je, ich bereue, was ich getan habe. Dass ich diese Entscheidung getroffen habe. Ich weiß selber nicht, wieso ich das getan habe. Im letzten Sommer hat mir Eva noch einmal alles berichtet, was geschehen ist und wie das eine zum anderen kam. Ich kann es nach wie vor nicht glauben, wieso musste es kommen, wie es gekommen ist?!
Wieso konnte das Mädel mit dir nicht glücklich sein?!
So kam es wie es kommen musste und es ist für mich nun noch schwerer als vorher, wenn ich das doch gewusst hätte, wenn ich gewusst hätte, was im Stall passiert. Dann hätte ich dich nach Hause geholt. Dann wärst du wieder bei mir gewesen. Wieso war ich nur so... so unendlich DUMM?! Nun rinnen die Tränen über mein Gesicht, Tränen aus Trauer um dich, Tränen wegen meiner eigenen Dummheit, Tränen, weil ich dich nicht wieder zurück bringen kann. Weil ich die Zeit nicht zurück drehen kann. Ich würde einiges anders machen.
Ich vermisse dich so.


Engel fliegen einsam, du und ich gemeinsam.
Engel fliegen einsam, niemals mehr allein sein.